Zahnkontrolle

Zahnmedizin

 

Wie auch beim Menschen sollte auch das Gebiss des Pferdes jährlich kontrolliert und saniert werden. Pferde, die ganztägig auf der Weide gehalten werden, grasen bis zu 16 Stunden pro Tag. Sportpferde bekommen eine Kraftfutter-Heuration, bei welcher die Fresszeit in 24 Stunden oft nur 4 Stunden beträgt. Die Zähne müssen also nur für eine kurze Zeit Arbeit leisten und werden deshalb nur mangelhaft abgerieben. Das führt dann zur Bildung von Zahnspitzen, Haken, Rampen und sonstigen Pathologien. Eine Folge dieser Zahnspitzen ist oft ein Schmerz im Kiefergelenk, welcher wiederum zu Rittigkeitsproblemen führen kann.

Im Falle einer Gebissfehlstellung oder eines fehlenden Zahnes entstehen Spitzen noch schneller. Bei diesen Pferden ist eine regelmäßige Kontrolle alle 6 Monate zu empfehlen. Ansonsten genügt eine jährliche Kontrolle.

Bei jungen Pferden sollte unbedingt eine Zahnkontrolle vorgenommen werden, bevor sie das erste Mal aufgezäumt werden. 2 bis 5jährige Pferde wechseln in diesem Zeitraum 24 Zähne. Sollten Milchzahnkappen vorhanden sein, kann man sie rechtzeitig entfernen. Können nämlich die bleibenden Zähne aufgrund der Milchzahnkappen nicht nachschieben, entstehen knöcherne Umfangsvermehrungen am Unterkiefer (Bumps).

 

Wann muss der Pferdezahnarzt gerufen werden?

Dem Pferdebesitzer fallen folgende Symptome auf:

  • das Pferd frisst langsamer
  • es dreht Heuwickel
  • Kopfschiefhalten beim Fressen
  • Gewichtsverlust trotz großer Futtermengen
  • Wiederkehrende Koliken
  • Lange Fasern im Kot
  • stumpfes und glanzloses Haarkleid
  • wehrt sich beim Reiten gegen die Hand
  • Kopfschlagen
  • Steigen
  • Nimmt auf einer Seite die Paraden nicht an
  • Stinkender Geruch aus dem Maul
  • Einseitiger Nasenausfluss
  • Schwellungen im Kieferbereich